Konferenzabstracts sind häufig Teil systematischer Übersichtsarbeiten, doch sie weisen oft Datenlücken auf. Diese Studie untersucht, wie sich die Risikobewertung zwischen Abstracts und Volltexten unterscheidet. Dabei wurden 29 Übersichtsarbeiten analysiert, die insgesamt 52 randomisierte kontrollierte Studien umfassten. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bewertungen in vielen Fällen von unklar auf hoch oder niedrig wechseln können. Besonders betroffen sind die Bereiche der Zuteilungsconcealment und der Verblindung. Diese Unterschiede können die Gesamtsicherheit der Evidenz beeinflussen. Die Autoren warnen, dass aktuelle Bewertungsinstrumente möglicherweise nicht für Abstracts geeignet sind. Diese Erkenntnisse sind für Forscher und Kliniker von Bedeutung.