Die Komplementkaskade ist ein zentraler Bestandteil der angeborenen Immunität und spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der Neurologie. Insbesondere die Komponenten C3 und C5 sind entscheidend für die Regulierung von Entzündungsprozessen im Gehirn. Diese Überprüfung beleuchtet die molekularen Mechanismen, die der Aktivierung dieser Komponenten zugrunde liegen. Es wird aufgezeigt, wie sie sowohl bei akuten Hirnverletzungen als auch bei chronischen Erkrankungen wie Parkinson eine Rolle spielen. Die Forschung zeigt, dass die Aktivierung des Komplementsystems über traditionelle Immunfunktionen hinausgeht. Sie beeinflusst auch neurodevelopmentale Prozesse und synaptische Plastizität. Die duale Natur der Komplementfunktion stellt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für therapeutische Ansätze dar. Ein vertieftes Verständnis dieser Mechanismen könnte die Entwicklung gezielter Therapien fördern.