Botulinumneurotoxin (BoNT) hat sich als bedeutende Therapieoption bei verschiedenen Bewegungsstörungen etabliert. Ursprünglich für fokale Dystonien und hyperkinetische Erkrankungen entwickelt, wird seine Wirksamkeit durch zahlreiche klinische Studien unterstützt. Die Therapie wirkt, indem sie die Freisetzung von Acetylcholin hemmt, was zu einer vorübergehenden Lähmung der betroffenen Muskeln führt. In den letzten Jahren wurden neue Anwendungsgebiete identifiziert, darunter auch Parkinson und nicht-Parkinson-assoziierte Bewegungsstörungen. Diese Entwicklungen zeigen das Potenzial von BoNT als vielseitige Therapie über die reine motorische Kontrolle hinaus. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse sind viele neue Indikationen noch nicht ausreichend erforscht. Zukünftige Studien sind notwendig, um die besten Behandlungsansätze und Langzeitergebnisse zu bestimmen. BoNT bleibt somit ein wichtiger Bestandteil der personalisierten Therapieansätze bei Bewegungsstörungen.