In einer aktuellen Studie wurden geschlechtsspezifische Unterschiede im Verlauf von Alzheimer-Demenz untersucht. Die Analyse umfasste Daten von über 1.000 Personen mit leichter kognitiver Beeinträchtigung und Alzheimer. Frauen wiesen zu Beginn eine größere graue Substanz auf, erlebten jedoch eine schnellere neurodegenerative Entwicklung. Dies könnte darauf hindeuten, dass Frauen in frühen Stadien mehr Pathologie tolerieren. Gleichzeitig zeigen sie eine höhere Tau-Belastung und schnellere Atrophie des Hippocampus. Die Umwandlungsraten von leichter kognitiver Beeinträchtigung zu Demenz waren bei beiden Geschlechtern ähnlich. Diese Ergebnisse unterstreichen die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Biomarker. Weitere Forschung ist erforderlich, um die Unterschiede besser zu verstehen.